Die CSV Mondorf geht gestärkt aus den Gemeindewahlen vom 9. Oktober 2011 hervor; Einen Stimmengewinn von 735 Stimmen im Vergleich zu den Wahlen von 2005, ein leichter Rückgang im prozentualen Stimmenanteil von 0,5% bedingt nicht zuletzt durch eine zusätzliche Liste, aber vor allem der Gewinn eines Sitzes – die CSV steigt von drei auf vier Mandate im neuen Gemeinderat. Dies ist das beste Resultat seit dem Wechsel vom Mehrheitswahlrecht zum Verhältniswahlrecht in unserer Gemeinde.
Wir wollen uns hier für das in uns gesetzte Vertrauen und die erhaltenen Stimmen ganz herzlich bedanken.
Die CSV hat dieses Resultat mit den Mitteln erreicht, die sie sich in den vergangenen Jahren erarbeitet hat. Ihr standen keine öffentlichen Mittel zur indirekten Verfügung für die Organisation von Sonderveranstaltungen, um ihre „Kandidaten“ hervorzuheben. Bei den Parteien, die den Schöffenrat stellten, war das anders. Etwa drei Wochen vor der Wahl wurde über die Kommission des Dritten Alters eine Rentnerfeier organisiert, die im Umkreis unserer Gemeinde ihres gleichen sucht. Einladungen zu dieser Feier wurden an nahezu 800 ältere Mitbürger verschickt. Von Seiten der Gemeinde wurden die Mitglieder des Schöffenrats, nicht jedoch die Mitglieder des Gemeinderats eingeladen. Das Veranstaltungsbudget der Kommission des Dritten Alters wurde im Vorfeld dieser Feier aus dem öffentlichen Haushalt um 20.000 € erhöht.
Eine Woche vor der Wahl wurden dann der Zweit- und Drittplatzierte der diesjährigen Tour de France, Andy und Fränk Schleck, geehrt. Der Zeitpunkt war sicherlich nicht zufällig auf den 1. Oktober gefallen, eine Feierlichkeit, die mit Freibier ordentlich abgeschlossen wurde – ein Schelm, der sich Böses dabei denkt!
Um Missverständnissen vorzubeugen sei betont, dass sowohl älteren Mitbürgern als auch Gebrüdern Schleck Ehre gebührt, gleichwohl liegt der Zeitpunkt der jeweiligen Ehrungen doch verdächtig nahe beim Wahltermin.
Auffallend war auch das Wahlprogramm der DP, das geschmückt war von Skizzen und Bildchen, die aus professioneller Hand von den für die Gemeinde arbeitenden Ingenieursbüros erstellt und hier für die Wahlkampagne benutzt wurden. Auch diese Möglichkeit hatte die CSV nicht.
Wie gesagt, vor dem Hintergrund dieser Vorgänge ist die CSV sehr zufrieden mit dem Erreichten – es ist sicherlich noch nicht der große Durchbruch gewesen, doch es ist ein Meilenstein auf dem Weg dahin. Die CSV nimmt ihre Rolle in der Opposition an, obwohl – und auch das sei angemerkt – eine große Koalition unserer Gemeinde angesichts der zukünftigen Herausforderungen im Sinne der Nachhaltigkeit gut getan hätte.
Gérard Bichler
President der CSV Sektion Mondorf